Konzentrationsschwäche, Lese-, Schreib- und Rechenschwäche und Aggressivität gehören
heute zum Schulalltag. Der Leistungsdruck und Umwelteinflüsse bedeuten für viele Kinder immer
mehr Stress.
Stress blockiert unseren Energiehaushalt. Er ist meist mit unangenehmen Gefühlen wie
z.B. Angst, Ärger, Eifersucht, Niedergeschlagenheit verbunden.
Kinesiologie ermöglicht, mit Hilfe von Energiebalancen und einfachen Übungen Lernblockaden
abzubauen und die Energie wieder in Fluss zu bringen. Das Wort "Kinesiologie" stammt von dem
griechischen Wort "kinesis", das Bewegung bedeutet.
Kinesiologie ist also die Bewegungslehre. Ihr Ziel ist, Blockaden im Energiesystem
aufzuspüren und auszugleichen und damit eine Energiebalance wiederherzustellen.
Eine Richtung der Kinesiologie ist die Edu-Kinestetik, die von dem amerikanischen Heilpädagogen
Dr. Paul Dennison entwickelt wurde.
Dennison nutzte dabei seine Erfahrungen als Leiter eines heilpädagogischen
Zentrums für Kinder in Kalifornien und seine Kenntnis der Angewandten
Kinesiologie.
Er befaßte sich jahrelang mit Ursachen und Behandlung von Lernschwierigkeiten.
Später verlagerte er seine Arbeit auf die Erwachsenen-Schulung.
Die Edu-Kinestetik ist eine Methode, um die Lernfähigkeit zu unterstützen. Grundlagen sind
die Erfahrungen aus der Angewandten Kinesiologie, der Lernpsychologie, der Gehirnforschung
und der chinesischen Meridianlehre.
"Lernen" wird hier als ein Prozess gesehen, der nicht nur auf die Schule begrenzt ist,
sondern uns das ganze Leben begleitet.
Wir lernen jeden Tag, wenn wir Neuem begegnen oder mit Situationen anders umgehen wollen.
Lern-Erfahrungen sind Lebens-Erfahrungen und unsere Lern-Probleme können leicht zu
Lebens-Problemen werden.
Die Leitaussage von Dennison lautet: "Bewegung ist das Tor zum Lernen".
Es geht darum, die für das Lernen notwendigen Bewegungsgrundlagen zu schaffen,
z.B. den freien Fluss der Augenbewegungen oder die Hand-Augen-Koordination.
Wenn zum Beispiel die Augenbewegungen nicht fließen, klappt das Lernen nicht.
Dies ist so, als ob man mit einem nicht gestimmten Klavier Klavierspielen
lernen will.
Wenn beide Gehirnhälften, beide Augen, beide Ohren zusammenarbeiten, das Gleichgewicht und
die Eigenwahrnehmung gefestigt sind, ist das Instrument des Lernens - der Körper - gut gestimmt.
Ein wichtiger Faktor ist die Integration des Gehirns. Optimal lernen wir mit dem ganzen Gehirn.
Bei Stress schaltet meist eine Gehirnhälfte ab. Wir können dann zwar noch denken, aber nicht
unser ganzes Potenzial ausschöpfen.
Der zentrale Teil der Edu-Kinestetik ist Brain-Gym®
(wörtlich Gehirngymnastik).
Hierbei handelt es sich um Bewegungsübungen und das Halten oder Massieren von
Punkten. Brain-Gym-Übungen sind Aktivitäten, die das
Gehirn fit und so das Lernen leichter machen.
Sie sorgen u.a. für die Integration (Zusammenarbeit) der rechten und linken
Gehirnhälfte.